[w+] …in der Fotosammlung. Zumindest ist das der Plan, denn seit Ende Dezember nenne ich wieder ein mobiles Telefongerät mit Fotokamera mein Eigen. Mal sehen, was mir in der Zukunft so alles vor die Linse kommt.
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[w+] Es ist Sonntag, mein müder Leib schreit nach Couch, Unterschichten-Fernsehen und einer genialen Pizza der besten Pizzeria des Viertels. Doch die Spielplaner der DFL hatten was dagegen und terminierten das Heimspiel gegen die Frankfurter Eintracht auf den frühen Sonntagabend. Na bombe, aber wat willse machen…
Dank eines alkoholarmen Wochenendes – kein einziger Tropfen dieses lieblichen Stoffes floss meine Kehle hinab – ging es nach einem ausgiebigen Frühstück frisch wie selten sonntags um kurz vor High Noon raus auf Dortmunds Straßen, die es am gestrigen Sonntag gegen die marodierenden und Menschen fressenden Horden aus Frankfurt am Main – so zumindest sieht der gemeine sg.de-Forums-User die Anhänger aus Hessen – zu verteidigen galt. Letztendlich blieb aber alles ruhig, so dass es ein stinknormaler Heimspieltag werden sollte. Manche Dinge, wie z. B. Schnitzel, werden dann doch nicht so heiß serviert wie sie gebraten oder frittiert werden.
Um kurz nach drei bewegte sich der Haufen, der sicherlich 400 Leute umfasste, in Richtung Stadion, wo wir unsere Sektion Stadionverbot wie immer zurücklassen mussten. Auch wenn dieses Ritual schon eine gewisse Portion Gewohnheit inne hat, ist es dennoch immer das beklemmenste Gefühl eines jeden Spieltags, die Jungs mit trauriger Miene zu verabschieden.
Sportlich stand es im Vorfeld der Partie richtig gut. Die direkten Tabellennachbarn aus Hamburg und GE patzen beide am Samstag leicht. Die Nordlichter mussten nach einer 3:1-Führung in Köln noch den Ausgleich hinnehmen und die Blauen kamen in Freiburg nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Beste Voraussetzungen also, um sich an den dritten Platz anzuschleichen und die Hamburger mit zwei Punkten hinter sich zu lassen. Gesetz dem Fall natürlich, dass wir die launische Diva (ich liebe diese Umschreibungen für Fußballvereine) ohne Punkte zurück an den Main schicken würden. Und sind wir mal ehrlich, hat doch jeder gedacht, dass der Sieg gegen die SGE zur Formsache wird. Ich habe zwar nicht auf einen hohen Sieg der Borussia getippt, aber am Erfolg habe ich keine Sekunde gezweifelt. Aber vielleicht hätte ich auch einfach nur vor dem Spieltag mal auf die Tabelle gucken sollen, denn ich hätte auch nie gedacht, dass Frankfurt sich still und leise auf den siebten Tabellenplatz geschlichen hat. Das kommt nach den gespielten Runden auch nicht von ungefähr.
Das sportliche Ergebnis nach 90 Minuten kennt jeder, auch die Art und Weise wie es zustande kam. Deswegen erspare ich mir an dieser Stelle eine Analyse und gebe Euch nur die Überlegung mit auf den Weg, wie ein Patrick Owomoyela in gestriger Verfassung nächste Woche gegen einen gewissen Arjen Robben bestehen soll. Ganz Dortmund spricht wohl mit einer Stimme, dass Robben nächste Woche in den ersten zehn Minuten vom Platz getreten werden muss, um gegen den aktuellen FC Bayern eine Chance haben zu können. Wenn Klopp mich anruft, stünde ich bereit. Es müsste ihn nur einer festhalten, damit ich in ihn reingrätschen kann. Hoffentlich reiht sich nach der positiven Serie von 12 ungeschlagenen Spielen jetzt keine Negativserie ein. Noch haben wir fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellensechsten Werder Bremen. Noch ist alles halb so schlimm.
Auf die Ränge wirken sich Sonntagsheimspiele oftmals nicht positiv aus. Insgesamt gesehen war die Leistung der Süd gestern im biederen Durchschnitt angesiedelt. Hier und da mit Ausreißern nach oben, aber mindestens genauso vielen nach unten. Ich verstehe einfach nicht, dass grade im unteren Bereich der Blöcke 12 und 13 so wenig Emotionen im Spiel sind. Wer sich Ultrà nennt und sich in dem Bereich der Tribüne aufhält, muss einfach mehr geben – nicht nur auf gestern bezogen, dass gilt eher allgemein. Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass wenn man schon singt, die heiligen Lieder nur so vor sich hin nuschelt. Da kann man es auch sofort sein lassen, ernsthaft! Versetzt Euch nur mal in Daniels Lage, dessen Aufgabe es ist, die Leute um sich herum zu Höchstleistungen anzutreiben. Doch wenn er oftmals nur in lethargische, abwesende Gesichter blickt, ist das für ihn ein kräftiger Arschtritt. Also nehmt Eure Hände aus den Taschen, reckt sie in die Luft und klatscht im Takt der Lieder, die ihr parallel leidenschaftlich, kraftvoll und vor allem lautstark gen grünen Rasen hämmert. Seitdem ich zum Fußball gehen, beziehungsweise seitdem ich die Spiele auf der Süd verfolge, sind die 90 Minuten Fußball eine wunderbare Gelegenheit, den Alltag auszublenden und in der Zeit nur für mich, meine Gruppe und vor allem meinen Verein zu leben. Es tut einfach gut, 90 Minuten in der Woche an nichts anderes denken zu müssen, als an das wunderbare Spiel und seinen innig geliebten Verein. In den 90 Minuten kann draußen alles passieren, es hat alles keinen Wert, es gibt in diesen 90 Minuten nichts wichtigeres, als dass Dein Verein ein Tor mehr als der gottverdammte Gegner schießt. Nach Spielschluss ist man dann wunderbar befreit und losgelöst. Erst nach und nach kommen die Alltagsgedanken zurück in den Kopf, aber innerlich freut man sich bereits wieder auf das nächste Spiel und sei es ein auf dem Papier und vom Gefühl her noch so aussichtsloses wie unsere Partie am kommenden Samstag beim FC Bayern.
In der zehnten Minute wurde eine von den DES99 initiierte Aktion gegen die ausgesprochenen Stadtverbote für das kommende Derby durchgeführt. Auf der Tapete auf dem Zaun konnte man Stadtverbote gehören abgeschafft – Für Ultras mit Emotionen & Leidenschaft lesen. Im Bereich um das Vorsängerpodest gab es noch allerlei Städtenamen zu sehen, deren Szenen in der Vergangenheit auch schon mit Stadtverboten zu kämpfen hatten. Nach den Stadionverboten, die nach eingeleiteten Strafverfahren ausgesprochen werden – richtig wäre es wenn überhaupt nur nach rechtskräftigen Urteilen – sind die
Stadtverbote die nächste Stufe der absoluten Willkür seitens der Staatsmacht. Personen ohne laufende Strafverfahren und Stadionverbote bekamen im Laufe der letzten Woche für das Derby am 26.02.2010 ein Betretungsverbot für das gesamte Stadtgebiet Gelsenkirchen. Natürlich alles im Sinne der allgemeinen Sicherheit, dass hierbei aber gegen jedwede Moral und Sitte verstoßen wird, bleibt einfach im Raum stehen. In solchen Fällen gilt immer das Argument „Wer sich nichts vorzuwerfen hat, braucht nichts befürchten“, welches Diskussionen um Datensicherheit und Persönlichkeitsrechte immer mit dem Hammer zum Erliegen bringt. Armes Deutschland…
Die Gäste zeigten mit dem völlig ausgelutschten und nichts sagendem Slogan „Fußballfans sind keine Verbrecher“ ihre Unterstützung. Vielen Dank dafür! In solchen Fällen ist es immer wieder schön zu beobachten, dass es doch noch gemeinsame Themen unter Ultras gibt, die bei aller Abneigung und Rivalität gemeinsame Linien erkennen lassen. Über das gesamte Spiel kann ich dem Gästeanhang ein leicht über dem Durchschnitt liegendes Zeugnis ausstellen. Akustisch war es teilweise gut, aber über die gesamte Spielzeit gesehen einfach zu wenig, um dem Ruf der vergangen Tage gerecht zu werden. Das Optische hingegen gefiel mir richtig gut. Hinter dem wunderschönen „Eintracht Frankfurt“-Banner stand ein kompakter schwarzer Gästeblock, der viele große Schwenker am Start hatte, die allesamt abwechselnd in Bewegung waren. Das machte ordentlich was her. Keine Schnörkel, einfach, blockig und gut erkennbar. Genau mein Ding.
Nach Spielende und dem enttäuschendem Ergebnis sammelten wir uns wieder unter der Süd um von dort aus geschlossen zum Ausgangspunkt des gestrigen Tages zu laufen. Das klappte auch erfreulich gut und an der Stube konnten wir dann endlich auch unsere ausgesperrten Freunde wieder in Empfang nehmen.
Für mich ging es danach auch flugs in die heimischen Gemächer, wo der Abend mit getunter Tiefkühlpizza bei, sagen wir es mal freundlich, sehr leichter TV-Kost sein Ende nahm.
Abschließend bleibt die Frage unbeantwortet, warum hunderte Menschen in der zweiten Halbzeit auf einmal unser’n Unsel aufs Übelste beschimpft haben. Das war nicht in Ordnung, der Kerl war nach Spielschluss fix und fertig!
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[w+] Nach zwölf Spielen ohne Niederlage ist es wieder passiert. Beim VfB Stuttgart gab es auf dem Papier recht deutlich einen vor den Latz, wobei das letzte Tor zu viel des Guten war. Über die gesamte Spielzeit gesehen, natürlich, aber es ist auch nicht in Vergessenheit geraten, dass die Schwaben einen Elfmeter gegen den Querbalken gehämmert und einen Kopfball ans selbe Gebälk bugsierten. Letztendlich kann man mit den vier Buden auch noch froh sein. Klingt wirsch, ich weiß.
Dieser Eintrag wird aus Zeitgründen etwas kürzer ausfallen, als teilweise gewohnt. Man möge es mir bitte nachsehen.
Bei wirklich beschissenem Wetter und einer recht abenteuerlichen Busfahrt durch Sauer- und Siegerland stand ich schon recht früh vorm Eingang des Neckarstadions. Dort taumelten auf einmal circa 50 Anhänger des TSV 1860 Münchens in voller Kluft vor den Eingängen rum, die auf der Suche nach Karten waren. Deren Spiel in Karlsruhe ist den Schneekapriolen zum Opfer gefallen, so dass sie auf die grandiose Idee kamen, sich unser Spiel beim VfB reinzuziehen. Unsere wirklich freundlichen Hinweise, dass es doch besser sei, die blau-weißen Löwen-Schals/Fahnen/Trikots abzulegen und etwas neutraler hier rumzulaufen, wurden gekonnt ignoriert. Auch die Ansage, dass man hinterher nicht rumheulen soll, wenn sie weniger begeisterten Dortmundern oder Stuttgartern als uns über den Weg laufen, wurde mit einem ignoranten Deppengesicht hingenommen. Dass es hinterher an mindestens zwei Stellen Stress für die Löwen-Vögel gab, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Aber was soll’s…
Zum Einlaufen der Mannschaften wurde dem unter der Woche bei einem Autounfall tödlich ve
runglückten Jubos-Mitglied Lars mit einem zweizeiligen Spruchband und schwarzen Papptafeln im unteren Bereich des Gästeblocks gedacht. Zeitgleich intonierten wir ein sehr bewegendes „You’ll Never Walk Alone“, was zumindest mir stark unter die Haut ging. Anschließend versuchten wir, unsere Borussia lautstark nach vorne zu peitschen, was uns in der Nachbetrachtung eher so mittel gelang. Sicherlich gab es starke Phasen, aber auch mindestens genauso viele schwache Minuten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erstrahlte der Block in einem Gelb-/Goldton und wurde dadurch kurzfristig richtig schön laut.
Die Heimseite konnte man bedingt durch den wegen der Bauarbeiten umgesiedelten Gästeblock erstmals seit dem ich nach Stuttgart fahre, wahrnehmen. Vom Hocker riss mich die Cannstatter Kurve aber nicht. Allenfalls bundesdeutscher Durchschnitt.
Nach Spielende ging es zurück zum Bus und ab in die Heimat. Abschließend bleibt zu sagen, dass wir durch die Siege der vergangenen Wochen ein schönes Polster nach unten haben, so dass uns diese Niederlage nicht sonderlich aus der Bahn pfeffert. Wir werden sehen, was uns die kommenden Spiele bringen werden.
Nicht wirklich ein Kracher-Beitrag, aber so ganz ohne wollte ich am Ende der Woche auch nicht aus der Wäsche gucken.
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[w+] Es ist unfassbar. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, hätte ich nach den ersten sieben Spielen dieser Saison kaum noch was auf unsere Borussia gesetzt. Innerlich hatte ich mich da längst mit einer weiteren Saison im grauen Mittelfeld abgefunden. Aber nach der Derbypleite am siebten Spieltag ist innerhalb der Mannschaft irgendetwas passiert. Denn seitdem verliert sie nicht mehr – die Pokal-Niederlage in Osnabrück natürlich ausgeklammert – die letzen sechs Spiele in Serie konnten sogar allesamt gewonnen werden. Diese fast schon beängstigende Serie hat uns auch in der Tabelle in Regionen vorstoßen lassen, die wir schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben.
Am Samstagabend gastierte der Hamburger SV im Westfalenstadion. Auf dem Papier ein richtiges Top-Spiel. Hamburg stand vor dem Spiel auf dem vierten und wir auf dem fünften Platz. Mit einem Sieg hätte sich der HSV etwas von uns absetzen können, ein Sieg unsereins würde einen Platzwechsel verursachen. Für Spannung war also mehr als gesorgt. Dieser Tatsache geschuldet, war das Westfalenstadion auch endlich mal wieder ausverkauft. Und das hatte sich unsere Mannschaft auch redlich verdient.
Vor dem Spiel lief alles wie immer ab. Die Stube platzte aus allen Nähten, die Bichs perfektionierten für diesen Samstag ihr eh schon zauberhaftes Äußeres und alle waren gespannt, was ab 18:30 Uhr auf dem heiligen Rasen passieren würde. Um 16:00 Uhr setzte sich unser Haufen in Bewegung, um vor der B1 unsere Sektion Stadionverbot zu verabschieden. Ist dieses Ritual leider schon bittere Normalität, treibt es einem dennoch immer wieder einen dicken Kloß in den Hals, wenn sich der Kreis der Ausgesperrten vergrößert und man Leute, mit denen man teils schon über Jahre gemeinsam hinter der Borussia steht, erstmalig an diesem Ort zurück lassen muss. Die bekannten abgedroschenen Phrasen erspare ich mir an dieser Stelle, sie kämen mir jetzt irgendwie komisch vor.
Da unser Spiel bekanntlich erst um 18:30 Uhr angepfiffen wurde, konnten wir die Nachmittags-Spiele noch unter der Tribüne auf den Monitoren verfolgen. Nach und nach entstanden um die Säulen große Menschenknäuel, die das Geschehen gespannt verfolgten und natürlich beim unerwarteten Ausgleich der Bochumer gewaltig aus dem Häuschen waren. Als der Siegtreffer der Bayern fiel und sich mein Tipp für dieses Spiel bewahrheiten sollte, überkam mich ein kurzer kleiner Jubelanfall, was mir ein paar merkwürdige Blicke bescherte. Aber meine leisen Sympathien für die Bayern hatte ich an anderer Stelle ja schon einmal erwähnt.
Alsbald wurde dann aber auch unsere Partie angepfiffen und nach langer Zeit bockte auch mal ein Heimspiel wieder so richtig. Auch auf Gästeseite legte man sich anfangs recht gut ins Zeug. Ein von der CFHH initiiertes Pappenintro in den Vereinsfarben wurde vom bereits bekannten „Hamburg City ist da“-Banner aus der Vorsaison ergänzt. Warum die Hamburger allerdings zweimal dasselbe Banner bei uns benutzen, ist mir schleierhaft, aber gleichzeitig auch egal. Das Ergebnis stimmte und ich will nicht wissen, wie wir das in einem reinen Stehplatzblock hinbekommen hätten – vermutlich überhaupt nicht. Das war es aber auch, was ich im Großen und Ganzen von den Gästen berichten kann, denn ab da passten sich die Hamburger dem Spielgeschehen an; sie wurden von uns dominiert. Sportlich habe ich schon lange keine mehr so überzeugende Leistung gesehen und die unsere beiden Innenverteidiger kann man gar nicht genug loben. Was die da hinten leisten, ist absolut wahnsinnig. Wenn man das Alter von Mats und Neven in die Beurteilung miteinbezieht, darf man aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus kommen. Hut ab, Jungs! Und vorne? Da traf der sich stets bemühende Nelson Valdez. Trotz aller Differenzen zwischen seiner Spielweise und mir gönne ich ihm die Hütte.
Sicherlich auch bedingt durch die letzten Wochen, konnte sich die Stimmung/Atmosphäre im Westfalenstadion blicken bzw. hören lassen. Von Beginn an ging es rund. Auch zum Ende hin, wo es sonst immer etwas ruhiger wird, konnten teils beachtliche Lautstärken erzielt werden. Auch die größten Meckerköppe waren nach diesem Spiel rundum zufrieden und fanden kein Haar in der Suppe. Warum auch, schließlich hatte unsere Borussia endlich mal wieder ein wichtiges Spiel gewinnen können und hat sich in der Spitzengruppe nun erst mal richtig festgebissen.
Schön finde ich es auch, dass wir ohne großen Druck da oben mitspielen können. Von uns erwartet schließlich niemand was. Bayern, Leverkusen und vor allem die Blauen wollen oder müssen doch krampfhaft Meister werden, um irgendwelche Vorgaben einzuhalten. Im Fall des letztgenannten Teams hat die zwanghafte Sucht nach der Schale schon was von Scrat aus Ice Age, der wie besessen diese behämmerte Nuss knacken will, es aber letztendlich nie schafft und daran zu verzweifeln droht.
Nach dem Spiel verweilten wir noch eine ganze Weile unter der Süd, bis wir uns schlussendlich in Bewegung setzten, um die Sektion Stadionverbot hinter der B1 endlich wieder in Empfang zu nehmen. Anschließend endete der Abend bei einer kleinen Vorab-Meister-Party in der bekannten Kneipe. Und wo ich das jetzt schreibe, erinnere ich mich an einen Abend nach einem Heimspiel zu Beginn des Jahres 2002. Auch da haben wir in einer Bierlaune eine Vorab-Meister-Party in einer Spelunke am Friedensplatz gefeiert. Niemand der paar Anwesenden nahm das für bare Münze. Das Ergebnis der Saison kennt wohl jeder, oder? Aber dieses Mal ist es echt nur Spaß!
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[w+] Jaja, mir war es eh klar, dass alles wieder so wird wie immer. Die scheinheiligen Medien, die nach dem Selbstmord Robert Enkes Besserung gelobt und das Fußballgeschäft als solches harsch kritisiert hatten, fallen wieder in ihre alten Muster. Verlogene Welt! Trauern war Volkssport. Was wurde nicht alles gefordert? Man muss menschlicher miteinander umgehen, es muss Respekt vorherrschen, alles Blablabla! Es war doch klar wie Kloßbrühe, dass diese verlogenen Schmierfutzies nicht den Mumm haben, die Dinge zu ändern, die sie selbst gottgleich gefordert hatten.
Aber lest selbst:
http://www.bildblog.de/15232/sensibler-gehts-nicht/
BILD und alle anderen Springer-Produkte boykottieren!
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[w+] Zum Abschluss eines richtig guten Wochenendes ging es für die schwarzgelbe Reisegesellschaft an den Rhein, um sich mit den Gastgebern aus Köln zu duellieren. Diese Sonntagsspiele sind einfach ein Graus. Sonntags muss man rumlümmeln, frei haben, was weiß ich machen, aber nicht zum Fußball fahren. Sicherlich ist es traurigerweise so, dass man als Anhänger eines Erstliga-Vereins zwar seinen Unmut äußern darf, aber beim Blick auf die zweite Liga wieder verstummen sollte. Dort sind die Anstoßzeiten noch bescheidener, denn wenn ich mir vorstelle, regelmäßig montags ran zu müssen, wird mir speiübel. Jeder der mich kennt, kennt auch meine Montagslethargie. Oder sonntags halb zwei, Altobelli, was für ein Mumpitz.
Nachdem der erste Rückrundenspieltag schon ganz gut für uns lief, vor allem die Bremer Niederlage in Frankfurt passte sicherlich nicht nur mir ganz gut in den Kram, galt es nun, diese Vorlage zu nutzen, um uns weiter im erweiterten Kreis der Tabellenspitze festzusetzen. Und mal ehrlich, jeder der in Müngersdorf war, hat den Knall zu spüren bekommen, der uns dort oben eingenistet hat. Bevor dieser erlösende Jubel herausbrechen konnte, alterten die Borussen wieder um Jahre. In einem recht emotionslosen Spiel führte unsere Elf bis zur 82. Minute mit 2:0. Nicht viel später stand es 2:2 und dann in der Nachspielzeit dann der Urknall. Einen so intensiven Jubel habe ich selten erlebt. Erschöpft und ausgelaugt wie ich war, stand ich einfach nur im Gang neben dem Mundloch ans Geländer gepresst und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Verdammte Axt, das ist Fußball! Für die Kölner tut es mir leid, eine Punkteteilung wäre nicht unverdient gewesen. Das hat aber ein hervorragender Marc Ziegler verhindert, der aus dem Nichts sehr früh den verletzten Weidenfeller ersetzen musste, der nach einem Zusammenprall aussgewechselt werden musste.
Nach Spielende und ein paar Minuten Erholung ging es mit einiger freiwilliger Verzögerung zur Straßenbahnhalte, die inzwischen menschenleer war, und von dort aus im Schneckentempo rüber nach Deutz, wo der Sonderzug bereits auf uns wartete.
Am kommenden Wochenende kommt mit dem Hamburger Sport-Verein der Tabellenvierte an die Strobelallee, um sich den Tabellenfünften vom Leib zu halten. Letzterer ist hoffentlich gewappnet und zeigt den Nordlichtern wo der Hammer hängt.
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[w+] Heute vor einem Jahr zogen wir von Blogspot nach WordPress um. Und zur Feier des Tages gibt es heute ein Schmankerl der Dortmunder Musikgeschichte. Für mich ist “Wie alles begann” der mit Abstand beste Track von Doze. Ein schöner Blick zurück und ein hammerhartes Streichersample.
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[w+] Eine Woche vor Rückrundenstart gibt es noch mal etwas fußballfremdes. Ihr kennt es doch bestimmt auch, oder? Ihr zückt Eure Kamera, wollt irgendetwas fotografieren; doch in dem Moment, in dem Ihr auf den Auslöser drückt, schummelt sich irgendeine Torfnase ins Bild und alles war für die Katz. Andere meinen, dass so die besten Fotos entstehen. Entscheidet selbst.
Gefunden habe ich dieses großartige Bild i. Ü. hier.
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[w+] Eine großartige Band, ein traumhafte Ode an eine Stadt und ein Übergang wie eine Abrissbirne! Frohes Neues, Freunde!
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[w+] Wie im vergangenen Jahr hat die Boston Globe in ihrem Foto-Blog die Bildes des sich zu Ende neigenden Jahres zusammengestellt.
Weil es nach endloser Freiheit aussieht, ist das folgende Bild mein Favorit:
Bildunterschrift:
Australian surfer Mark Visser surfs an 11 m (36 ft) wave at Cow Bombie, near the West Australian town of Gracetown, 280km (174 mi) south of Perth, Australia in this photograph obtained September 28, 2009. The organisers claim that Visser had caught one of the biggest waves in Australia for 2009. (REUTERS/Calum Macauley/Handout)
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[w+] Folgender Artikel erschien (glaub ich) heute in der Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung. Ich weiß gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Gefunden von Jan von Liv aus der Bich-Familie.
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[w+] Da fiebert man ellenlang auf einen bestimmten Tag hin und wenn dieser dann vorbei ist, muss man feststellen, dass auch die besonderen Tage im Leben nur 24 Stunden haben. So war es auch mit dem 19.12.2009, dem Tag an dem unser Ballspielverein Borussia aus Dortmund stolze 100 Jahre alt wurde.
Gedanklich fing dieser Tag schon weit vor dem eigentlichen Termin an, der Startschuss in dieses Wochenende erfolgte dann innerhalb der Szene pünktlich am 19.12. um 00:00 Uhr am Borsigplatz, der zu Ehren unseres Vereins komplett in Rot erstrahlte. Ich hatte im Vorfeld ein paar Bedenken, dass diese Aktion total krampfig werden könnte, aber meine Befürchtungen wurden zum Glück nicht bestätigt. Im Nachgang waren diese bitterkalten 20 Minuten in der Dortmunder Nordstadt mein persönliches Highlight zum 100-jährigen. Nachdem sich der Mob wieder auflöste, feierte ein Teil noch ein paar Stündchen in einer Kneipe am Borsigplatz, während andere, so auch ich, den Heimweg antragen, um für den bald schon beginnenden Samstag fit zu sein. Zuhause angekommen hieß es aber zuerst die angefrorenen Zehen wieder aufzutauen, denn die Temperaturen an diesem Wochenende lagen deutlich im zweistelligen Minusbereich. Das bekamen wir ein paar Stunden später auch deutlich zu spüren.
Um 08:15 Uhr klingelte auch schon wieder mein Wecker und eine gehörige Portion Nervosität machte sich in mir breit. Da fiebert man über Monate auf diesen einen Tag hin und nun war er plötzlich da. Also schnell noch eine heiße Dusche genommen, mehr als dick eingepackt und los ging’s. Ein paar Ecken weiter wurden noch schnell die Ultras aus der Nachbarschaft eingesammelt und mit den Händen tief in den Taschen ging es zur stadionnahen Westfalenhalle, wo der Treffpunkt der Gruppen und Fanclubs war. Bis zur Stadionöffnung gab es noch einiges zu tun, um die Aktion, wie sie letztendlich im Stadion zu sehen war, vorzubereiten. Die Blockfahne musste ins Stadion getragen, dort gerafft und ausgelegt werden. Außerdem mussten die Pappen auf den Geraden und in den Ecken verteilt und die Spruchbänder und Banner aufgehängt werden. Trotz der eisigen Kälte konnten viele hundert Hände mit ihrer langjährigen Erfahrung alles rechtzeitig vollenden und mit Toreöffnung fieberten alle an der Aktion beteiligten Borussen selbiger entgegen. Die Zeit bis zum Startschuss wurde dann bibbernd im Block oder wahlweise vor dem Zaun am Spielfeldrand verbracht und konnte nur durch heiße Getränke so gestaltet werden, dass es grade so auszuhalten war. Leider waren die Getränkestände nur wenig bis schlecht vorbereitet auf diesen Tag, so dass man für einen Glühwein oder Kakao schon etwas auf die Suche gehen musste.
Der Anpfiff rückte immer näher und nachdem die Selmer Sonnenkinder ihren obligatorischen Auftritt beim letzten Heimspiel des Jahres aufs eisige Parkett gelegt hatten, schwor Daniel die Zuschauer im gesamten Stadion über das Stadionmikro noch einmal auf die bevorstehende Aktion und die 90 Minuten ein. Ob es an seinen Worten lag, dass alles reibungslos funktionierte, weiß ich nicht, aber es klappte alles. Auf den Sitzplätzen (Ost, West und Südecken) war ein simples aber schickes Balkenmuster zu sehen, welches von der Darbietung der Süd aber locker getoppt werden konnte. Die bisher größte Blockfahne in Dortmunds Geschichte verdeckte nahezu die kompletten Stehränge. Auf ihr erwärmte das von Ehrenkränzen umrandete BVB-Wappen die Herzen der Betrachter, aber das Highlight kam erst noch. An einer Konstruktion unterm Dach wurde eine Collage vor der Süd hochgezogen, die bekannte Spieler in noch bekannteren Szenen darstellte. Über allem thronte Adi Preißler mit der Meisterschale. Neben anderen konnte man noch Lars Ricken mit dem Pokal der Champions League, Norbert Dickel nach einem seiner Tore im Pokalfinale von 1989 und August Lenz erblicken. In vielen Gesprächen mit verschiedensten Leuten nach diesem Tag wurde uns gesagt, dass alles schön und gut war, aber dass eigentlich diese Collage allein ausgereicht hätte, denn allen hat sie eine Gänsehaut und die ein oder andere Träne geschenkt. Und so ist auch mein Empfinden. Die ganze Aktion ohne diese Collage wäre nur Mittelmaß gewesen, aber durch die Bilder der Spieler vor der Süd, mit denen jeder Borusse etwas verbindet, wurde diese Choreographie unserer Borussia mehr als gerecht. Auch ich bekomme beim Anblick der Bilder noch heute glänzende Augen. Mein Dank gilt allen, die in irgendeiner Form an den Vorbereitungen beteiligt waren. Ihr seid Helden!
Als die Blockfahne dann dem Tageslicht wich, versuchten sich die 22 Akteure auf dem Geläuf, sich mit selbigen zurechtzufinden. Durch die sibirischen Temperaturen und den Schnee der letzten Tage glich der Rasen eher einem Acker und das Fußballspiel ging nur recht behäbig von der Sohle. Aber ich will es unserer Elf nicht verübeln, denn das Bemühen war deutlich erkennbar und symbolträchtig in der 19. Minute netzte der wieder einmal goldrichtig stehende Lucas Barrios die Pille ein. Der Typ macht mir mittlerweile fast Angst. Bei diesem einen Tor sollte es auch bleiben und der Sieg gegen den SC Freiburg bugsierte unseren BVB zum Überwintern auf einen der internationalen Plätze. Hut ab, Jungs!
War die Stimmung in den ersten Minuten meinem Geschmack nach noch zu zurückhaltend, schwappte sie fortan mehr und mehr über. Da das Spiel auf dem Platz niemanden mehr so richtig erwärmen konnte, mussten wir selber dafür sorgen, nicht auf den Plätzen festzufrieren. Und so feierten wir nach allen Regeln der Kunst den erneuten Sieg ohne Gegentreffer, aber allen voran unseren 100. Geburtstag. In der zweiten Halbzeit standen ein-, zweimal nahezu alle Sitzplatzbesucher und hüpften und sangen im Takt der Süd. Vor allem in der zweiten Halbzeit war die Stimmung so gut wie ewig nicht mehr in einem „normalen“ Bundesligaspiel.
Mit dem Schlusspfiff konnte dann endgültig zum Feiern übergegangen werden und auf der Süd wurde zur Feier des Tages hinter einem großen „100 Jahre BVB“-Banner gefackelt, was beim Blick in die Gesichter um mich herum nicht nur mir gefallen hat. Kurz darauf, als der Nebel abgezogen war, begann auch die offizielle Show vom Verein, die aus meiner Sicht ganz ok war, obwohl ich eigentlich nicht auf so einen Schnickschnack stehe. Ging aber alles in allem klar. Anschließend wurde die neue BVB-„Hymne“ uraufgeführt, die mir vom Klang her irgendwie gefällt, aber sobald man ein Ohr etwas genauer auf den Text richtet, stellen sich einem die Nackenhaare zu Berge. Es ist ja nicht so, dass Fußballlieder in irgendeiner Weise hochintellektuell sind, aber dieser Text ist derart hölzern, dass so manches Lied von Beckenbauer, Müller und Co. eine Ode an die Musik war. Wer Lust hat, kann ja mal auf den bekannten Videoplattformen nach dem Lied suchen. Ich werde es hier nicht reinstellen.
Nach all den Shows und Liedern sammelte sich ein großer Teil der Ultras samt Umfeld (welch immer wieder schön zu lesender Ausdruck…) unter der Süd und schlenderte bei immer noch sehr eisigen Temperaturen zur Westfalenhalle 4, wo die Fanparty steigen sollte. Im Getümmel vor dem Eingang ging auch unser Plan, die Staatsbediensteten abzuhängen, auf und wir konnten in aller Ruhe zurück zur Roten Erde stratzen, wo wir gemeinsam mit den Stadionverbotlern in der Kurve noch den ein oder anderen Hit schmetterten und den Abendhimmel mit allerlei pyrotechnischen Erzeugnissen erhellten. Ein richtig satter Anblick!
Danach ging es auch für uns zur Halle zurück, wo die Party anfangs aufgrund der Übertragung der großen Gala aus Halle 1 sehr schleppend begann, dann aber mit dem besten Auftritt von Pommes Schwarz-Gelb den ich bisher gesehen habe richtig ab ging und zu späterer Stunde mit den bekannten Ereignissen ein Ende fand, die für einen solchen Abend sicherlich etwas unrühmlich waren. Wer aber oft und viel gibt, darf ruhig auch hier und da mal etwas nehmen.
Alles in allem war das Wochenende rund um den 19.12.2009 mein absoluter Höhepunkt in meinen nahezu 20 Jahren Borussia Dortmund. Oder wie Homer Simpson sagen würde „…der absolute Höhepunkt, bis jetzt!“ Ich bin gespannt, was in Zukunft noch alles kommen wird, ich hätte da noch ein, zwei Sachen auf dem Wunschzettel.
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[w+] Nachdem die letzten Male Videos aus eher bekannteren Gefilden der Erde präsentiert wurden, kommt dieses Mal eins aus Nordafrika. Die Reise geht nach Casablanca, Marokko. Ohren spitzen und genießen.
Diesen Sport und die Menschen, die ihn leben, kann man einfach nur lieben. Zwei Beweise aus Argentinien:
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[dts98] Wir wünschen allen Anhängern von Borussia Dortmund und allen anderen Lesern unserer kleinen Seite ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Kommt runter, lasst es Euch gut gehen und tankt Kraft für das kommende Jahr. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns auch 2010 die Treue haltet, damit wir den Spaß am Schreiben nicht verlieren.
PS: Der Bericht zum Wochenende rund um den 100. Geburtstag wird bei Gelegenheit nachgereicht.
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[w+] Paul Kalkbrenner – “Sky And Sand”
Elektronische Musik ist eigentlich gar nicht so meins, aber seit dem ich heute auf diesen Track gestoßen bin, läuft hier nichts anderes mehr. Ein wunderbares Stück Musik!
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[w+] Unsere Droge Borussia Dortmund – gib uns mehr davon!
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[w+] Ich habe heute nach längerer Zeit mal wieder etwas intensiver auf schwatzgelb.de gelesen. Die Spielberichte und andere Texte lese ich dort ohne triftigen Grund nicht regelmäßig, aber die Beiträge der Redakteure zum 100-jährigen fand ich zauberhaft. Dort beschreiben sie ihre ersten Begegnungen mit der Borussia und versuchen in Worte zu fassen, was ihnen der BVB bedeutet. Als Lesebeispiel möchte ich Euch den Text von Sascha ans Herz legen. Solche Texte liebe ich einfach und könnte sie stundenlang in mich aufsaugen. Sie haben mich aber auch überlegen lassen, was meine ersten Berührungspunkte mit diesem Verein waren und was er mir bedeutet, welche Rolle der Ballspielverein Borussia Dortmund in meinem Leben spielt und einnimmt. Und der bevorstehende 100. Geburtstag erscheint mir auch als guter Grund, hier mal etwas persönlicher zu werden.
Von Beginn an hatte ich großes Glück, denn das Schicksal meinte es gut mit mir. Im Juni 1981 erblickte ich in einem Krankenhaus der Dortmunder Innenstadt das Licht der Welt und durfte in dieser schönen Stadt aufwachsen und leben. Und wenn man von Beginn an Dortmunder Luft einatmet und am Dortmunder Leben teilnimmt, kommt man sehr früh mit dem ortsansässigen Fußballverein und dem Fußballsport an sich in Berührung. Denn der BVB nimmt damals wie heute im Alltag der Dortmunder eine lebendige Rolle ein. An allen Orten, an denen Menschen zusammen kommen, wird früher oder später über Borussia Dortmund geredet und gefachsimpelt. Man hat eigentlich kaum eine Chance, dieser Anziehungskraft zu entkommen.
Als recht normaler Junge kam ich schnell mit dem Fußball in Berührung. Sei es durch das Spielen im Kindergarten und der Grundschule oder mit den Jungs aus der Nachbarschaft. Bei diesen Bolzereien kamen dann auch die ersten Fußballlegenden in mein Leben. Der erste Fußballer an den ich mich erinnern kann, kam allerdings nicht vom BVB. Auf den Bolzplätzen meiner früheren Kindheit wollte eigentlich jeder Maradona sein und meine Erinnerungen an die zweite Hälfte der 80er Jahre sind zu schwach, als dass ich jetzt behaupten könnte, dass es bei mir anders war. Ich weiß aber noch, dass ich zu dieser Zeit auch eine kleine Schwärmerei für einen gewissen rot-weißen Verein aus München hatte. Aber nicht, weil er so erfolgreich war, nein, meine Wahrnehmung des FC Bayern hatte ganz andere Ursprünge. Es war vor einem Weihnachtsfest zu dieser Zeit und ich machte mich an meinen Wunschzettel. Der Fußball war schon fester Bestandteil meines kleinen Lebens, und als ich sah, dass es Bettwäsche von deutschen Fußballvereinen gab, entschied ich mich beim Durchblättern eines Versandhauskatalogs, das Bild der schönen roten Bettwäsche auszuschneiden und auf meinen Wunschzettel kleben. Und warum auch immer, unterm Weihnachtsbaum lag dann diese rot-weiße Bettwäsche aus München. Mehr als eine belanglose Schwärmerei war das aber nicht. Allerdings habe ich auch heute noch was für den FC Bayern über, was man in Deutschland ja gar nicht so laut sagen darf. Denn wenn ich diese leise Sympathie mal nebenbei in Gesprächen fallen lasse, werde ich oft angeguckt als hätte ich soeben gesagt, dass ich mir auf der Arbeit Popel in die Socken schmiere, damit ich zuhause nachvollziehen kann, wie viele Teile ich mir tagsüber aus der Nase geholt habe (Der Besitzer dieses O-Tons ist hiermit gegrüßt!).
Die Pokalsaison 88/89 hat es dann aber endlich geschafft. Auf dem Pausenhof wollte ich nicht länger Maradona sein, Spieler wie Frank Mill oder Norbert Dickel waren auf einmal faszinierender und ich begann die Borussia für mich zu entdecken. Und am 24. Juni 1989, einen Tag nach meinem achten Geburtstag, war es dann um mich geschehen. Wir waren im Familienurlaub in der Pfalz und im Fernsehen lief das Pokalfinale, in dem der BVB als Außenseiter den SV Werder mit 4:1 demontierte und nach vielen Jahren wieder einen großen Titel an den Borsigplatz holte. Und wenn ich mich recht erinnere, durfte ich nach diesem Sieg im Auto meiner Tante wie bescheuert auf der Hupe rumdrücken. An diesem Tag befiel mich der Virus Borussia Dortmund dann endgültig. Aber es fehlte noch ein letzter Schritt, den ich unbedingt gehen wollte. Denn nun wollte und musste ich auch endlich dorthin, wo die damals 80jährige Borussia ihre Spiele austrägt. Ins sagenumwogende Westfalenstadion.
Leider waren meine Eltern nie Stadiongänger, wenngleich sie sich immer für Borussia interessierten und auch stets mit ihren Jungs mitfieberten. Zum Glück hatte ich noch meinen Opa, seines Zeichens Anhänger des blauen Vereins aus der Nachbarschaft. Da mein Opa aber aus einer Generation kommt, in der das Verhältnis beider Vereine nur aus sportlicher Rivalität bestand und er auch seit je her etwas für den BVB übrig hatte (aus heutiger Sicht komplett undenkbar), nahm er mich nach langem Betteln am 27.10.1990 endlich mit und das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin sollte mein erstes Spiel im Stadion sein. Ich meine mich erinnern zu können, dass ich mir dieses Spiel damals bewusst ausgesucht habe, ohne heute noch den Grund zu kennen. Ich glaube aber, dass ich mir sicher war, dass ich einen Sieg sehen würde, da die Hertha damals ziemlich schlecht stand. So unsagbar schlecht wie es aktuell der Fall ist, war es damals aber nicht, glaube ich zumindest. Letztendlich ist es auch völlig egal gegen wen es ging. Da mein Opa familiäre Bande zu einem ehemaligen Torwart des BVB hat, bekamen wir für dieses Spiel Ehrenkarten für die Westtribüne. Da mein Opa in der lokalen Fußballszene durch seine Tätigkeiten bei Arminia Marten Gott und die Welt kennt, landeten wir vor dem Spiel noch im Pub unter der West und ich lauschte den alten Männern, wie sie sich über die aktuellen Ereignisse rund um die Fußball-Bundesliga unterhielten. Selbst sagte ich kein Wort, zu nervös und schüchtern war ich. Ich weiß gar nicht, ob es den kleinen Pub überhaupt noch gibt, denn es war das erste und gleichzeitig letzte Mal, dass ich dort war. Aus heutiger Sicht war es schon beeindruckend, wieviel Fußballkompetenz dort versammelt war. Meine einzige richtige Erinnerung an dieses Erlebnis ist, dass ich damals meinen Kaugummi unter den Tresen geklebt habe, weil ich nicht wusste wohin damit. Dies aber nur am Rande. Zurück auf der Tribüne suchten wir dann unsere Plätze und in meiner Nervosität und den ganzen Eindrücken, die ich aufsog, setzte ich mich auf die falsche Seite von meinem Opa. Ein paar Minuten später wurde ich von einem fremden Mann darauf hingewiesen, dass dies nicht mein Platz sein könne, ich möchte doch bitte aufstehen. Ein gewisser Sigfried Held wollte auf seinem angestammten Platz sitzen. Ich schlich mich etwas verschämt an meinem Opa vorbei und setzte mich auf meinen richtigen Platz. Aber dieses Gefühl des Ertapptwerdens verschwand recht schnell, denn fortan waren meine Blicke gefesselt. Nicht etwa vom Spielgeschehen, nein, ich konnte fast pausenlos nur gebannt auf die Südtribüne starren. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Im Fernsehen waren mir die Gesänge natürlich aufgefallen und sie machten für mich auch von Anfang immer einen großen Teil der Faszination des Fußballs aus, aber live und nur wenige Meter davon entfernt, waren diese Gesänge noch viel faszinierender. Das Spiel ging 3:1 für uns aus, es hätte aber auch verloren gehen können. Mir war eh klar, dass ich so oft wie irgendwie möglich an diesen Ort zurückkommen will, werde und muss. So war das also mit meinem ersten Stadionbesuch. Ich war angefixt.
Der zweite Besuch im Westfalenstadion war meiner Erinnerung nach im Januar 1991 als der BVB Inter Mailand zu einem Testspiel zu Gast hatte, für welches Borussia bei Hoesch Freikarten verteilte, von denen mein Vater, der dort arbeitete, zwei abgreifen konnte. So saß ich also wieder mit meinem Opa in diesem Stadion. Dieses Mal allerdings auf der Nordtribüne zwischen all den Hoeschianern und hier lebenden Italienern. Das Spiel gewann Borussia überraschend deutlich mit 4:1 und der Fallrückzieher von Povlsen (ich hoffe, dass meine Erinnerung mich nicht im Stich lässt) ist mir noch heute im Gedächtnis.
Nach und nach folgten dann mehr und mehr Stadionbesuche, ohne dass es wirklich regelmäßig war. Nach meinem Opa übernahm dann meine Tante die Begleitung und meine Begeisterung für diesen Verein stieg mehr und mehr an. Durch die Teilnahme am Europapokal gelang der BVB auch wieder in unser Familienleben. Stellvertretend für viele spannende Fernsehabende bleibt mir das Rückspiel gegen Deportivo La Coruna für immer im Gedächtnis. Das, was bei den entscheidenden Toren in der Verlängerung bei uns im Wohnzimmer los war, sind auch so Momente, die ich auf ewig im Kopf haben werde!
Rechtzeitig zur ersten Meisterschaft 1995 durfte ich dann auch endlich alleine ins Stadion und suchte mir bei nun regelmäßigen Spielbesuchen meinen festen Platz in Block 12 auf der Südtribüne. Die ersten zwei Jahre ging ich mit meinem damaligen besten Freund ins Stadion. Der verlor aber recht schnell das Interesse, so dass ich eine kurze Zeit alleine zu den Spielen ging. Dies war aber nur von kurzer Dauer, denn ich schloss mich den Leuten aus meiner Stufe an, mit denen 1998 unser kleiner Fanclub gegründet wurde. Das war der Startschuss für das Leben, das ich heute mit diesem Verein führe.
Die Leute, mit denen ich fortan zum Fußball ging, kannte ich von der Schule, aber es kamen ab diesem Zeitpunkt immer mehr Kontakte und Bekanntschaften hinzu, die teilweise bis heute andauern. Freundschaften änderten sich, neue kamen hinzu, ältere verschwanden komplett aus meinem Leben. Spätestens seit dem Frühjahr 2001, dem Zeitpunkt als ich TU beigetreten bin, hat sich die Wahrnehmung für den Fußball und für diesen Verein noch einmal stark verändert. Es waren jetzt keine Bekanntschaften mehr, die man einmal die Woche im Stadion traf. Seit diesem Zeitpunkt entwickelte sich daraus so viel mehr, dass man es kaum in Worte fassen kann. Ab diesem Moment wurde Borussia Dortmund, ja man kann es so sagen, magisch für mich! Bis auf meine Familie, meinen Job und wenige Freunde außerhalb vom Fußball haben alle anderen Säulen in meinem Leben Borussia Dortmund als Fundament. Und ich muss sagen, dass mein Leben ohne diesen Verein ein großes Stück ärmer wäre. Es würde einfach ein großer Teil fehlen und ich bin froh über alle Umstände und all denen Menschen dankbar, die mich über all die Jahre an diesen Verein herangeführt haben und den Weg mitgegangen sind. Denn so sehr wir auch oft und gerne über den Fußball und auch über den BVB schimpfen und meckern, so sehr muss uns allen auch immer bewusst sein, was uns dieser Verein bedeutet. Und wir sollten uns immer vor Augen führen, wie großartig Borussia Dortmund ist. Ich verdanke ihm so ziemlich alles. Die Frau meines Lebens, großartige Freunde, ein soziales Netz, welches engmaschiger nicht sein könnte und viele, viele freudige und auch traurige Momente, die mich mein ganzes Leben begleiten werden.
Übermorgen wird Borussia Dortmund 100 Jahre alt und ich bin stolz und dankbar zugleich, dass ich die letzten 20 Jahre den Weg der Borussia mitgehen durfte.
Das Leben ist schön!
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[w+] So langsam wird es unheimlich. Seit nun mehr neun Spielen ist der übermächtige BVB mittlerweile ungeschlagen und punktet sich konstant in Richtung internationaler Gefilde. Aufbauend ist dabei, dass nicht nur die vermeintlich Schwächeren geschlagen werden können, sondern dass wir auch bei den Großen und Spielstarken der Liga mindestens mithalten können. Wobei Hoffenheim und Wolfsburg auch von der aktuellen Stärke des BVB berichten können, denn diese konnten nicht allzu viel gegen uns ausrichten und gingen ohne Punkte zurück in ihre Plastikwelt. Seit der bitteren Derbyniederlage am siebten Spieltag trumpft die Borussia nun auf, ohne immer überzeugend gespielt zu haben. Allerdings sprechen die letzten drei Spiele mit 9:2 Toren eine sehr deutliche Sprache. Der Angsthasenfußball vom Saisonbeginn scheint nun endlich vorbei zu sein und auch Stützen innerhalb der Mannschaft konnten sehr gut kompensiert werden. Oder merkt aktuell jemand, dass die Herren Kehl und Hajnal nicht auf dem Platz stehen. Selbst Zidan wird in diesem Bericht von mir nicht kritisiert. Ihm gelingt wahrlich nicht alles, aber es reicht, dass er mir mit seiner Spielweise zurzeit nicht auf den Sender geht. Bleibt lediglich zu hoffen, dass der aktuelle Schwung über die kurze Winterpause gerettet werden kann.
Aber nun zurück zu den Geschehnissen des letzten Sonntags. Es wurde ja bereits angekündigt, aber der erste richtige Winterspieltag hatte es kältetechnisch in sich. Ich bin normalerweise keine besonders große Frostbeule, aber an diesem Tag musste auch ich zugeben, dass es knackig kalt war. Also schön dick einpacken, ab ins Auto und ab nach Wolfsburg. Jedes Mal aufs Neue muss ich feststellen, dass die A2 wohl mit Abstand die langweiligste Autobahn der Nation ist. Geradeaus und kaum Abwechslung. Die Kilometer bis in die Stadt im ehemaligen Zonenrandgebiet rissen wir aber auf einer Arschbacke ab und erreichten den Parkplatz gegenüber vom Stadion viel zu früh. Konnten dort aber wie immer für Nüsse parken. Wenigstens etwas.
Die Zeit bis Spielbeginn wurde vor und im Stadion verquatscht und je näher das Spiel kam umso lauter wurden die Gesänge im Gästeblock, wobei vor dem Spiel ein paar neue Chants getestet wurden, die bei den Amateuren schon gut Anklang gefunden haben. So schafften es dieses Mal …den wir lieben nur dich, Borussia (auf die Melodie „So bist Du“ von Peter Maffay), Wir lieben Borussia Dortmund“ (auf die Melodie „Last Christmas“ von Wham) und BVB, wir sind immer da (auf die Melodie „Heal The World“ von, Gott habe ihn selig, Michael Jackson). Man kann ja über uns Dortmunder sagen was man will, aber auf unseren hervorragenden Musikgeschmack lassen wir nichts kommen.
Mit Anpfiff waren wir dann auch warmgesungen und bevor die stimmungstechnisch eh immer hervorragenden Anfangsminuten verpufften, führten wir auch schon mit 3:0. Was war da denn los? Unsere Elf überrannte die Gastgeber einfach, was dazu führte, dass alles um mich herum ungläubig guckte und komplett am Teller drehte. Für solche Momente lebt man, ohne Witz! Waren wir eh schon Herr im fremden Hause, gehörte die sterile Bude nun komplett uns. Die Heimkurve konnte sich nicht ein einziges Mal bei uns Gehör verschaffen. Einzig und allein das etwas fragwürdige Spruchband, welches über die gesamte Spielzeit vorm Oberrang der Heimkurve hing, blieb bei mir hängen. Die Vögel um die Wochenend Brüder (der wirklich beschissenste Name für eine Ultrasgruppe, echt ey!) und die Supporters Wolfsburg gratulierten uns etwas süffisant zum 10jährigen Jubiläum des Bösengangs. Da erdreistet sich die Anhängerschaft eines solchen Kackvereins, uns an den Karren pissen zu wollen? Ein Verein, der ohne die Volkswagen AG nie das geworden wäre, was er aktuell ist, sollte mal ganz kleine Brötchen backen. Sicherlich war der Börsengang nicht das Glanzstück in 100 Jahren Borussia Dortmund, aber unser Verein steht für das gewisse Etwas. Fahrt Ihr mal lieber mit 140 Leuten nach Köln und jammert über den bescheidenen Samstagabend-Termin oder schlagt mit unglaublichen 70 Leuten in Moskau auf. Aber das liegt ja nur an der Schichtarbeit. Und dass wir als Borussia Dortmund bei jedem Bundesliga-Spiel mit mindestens 4.000 Leuten antischen, ist nach Aussage Eures Fanbeauftragten auch nur mit unserer Arbeitslosigkeit machbar. Geht scheißen, Ihr Fließbandtrottel! Den Glanz von Borussia Dortmund werdet Ihr auch nach 15 Meisterschaften nicht ansatzweise erreichen. Würde es den Vfl Wolfsburg morgen nicht mehr geben, wäre das den meisten Menschen in Deutschland schnurzpiepe. Der VfL Wolfsburg ist in etwa so interessant wie Hodenkrebs.
Auf jeden Fall wurde den vorlauten Wolfsburgern sportlich der Mund gestopft und der VfL verlor erneut vor heimischem Publikum, das zu großen Teilen bereits nach 75 gespielten Minuten das Weite suchte. Von solchen Randnotizen ließen wir uns nicht beirren und feierten den hochverdienten Auswärtssieg nach allen Regeln der Kunst. Vom BVB-Walzer über „Wer wird Deutscher Meister?“ (natürlich nicht ganz ernst gemeint) bis zum immer wieder wunderschönen „Leuchte auf mein Stern“ sang, schunkelte und hüpfte sich der komplette Gästeanhang die Kälte aus dem Leib.
Nach dem Spiel kam die Mannschaft zum Gästesektor und bedankte sich für die gute Unterstützung und folgte natürlich der Bitte sich hinzusetzen. Aus einer spontanen Laune heraus kam Kevin Großkreutz den extrem hohen Zaun hochgekraxelt und stimmte über das Megaphon unser „Ballspielverein Borussia aus Dortmund“ an. Feine, weil spontane Aktion. Nachdem noch ein wenig der Sieg zelebriert wurde, wieselte ich mich durch die Massen, um meine beiden Mitfahrer vorm Stadion zu treffen. Doch bevor wir lostischen konnten, rannten wir noch den etwas überdrehten Bichsern über den Weg, wo ich noch dezent vom ältesten Menschen der Welt bepöbelt wurde. Danke dafür!
So, am Samstag ist es nun endlich soweit. Der BVB wird 100 Jahre alt. Sicherlich, dieser Tag ist etwas ganz Großes und sollte auch gebührend gefeiert werden. Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass um 15:30 Uhr noch ein Fußballspiel auf der Feieragenda steht, welches hoffentlich gewonnen wird. Denn dann ist die Ausgangssituation für die Rückrunde mehr als prächtig. Ich tippe, ohne einen Anflug von Übermut, Überheblichkeit und Euphorie auf ein 5:0 für unsere Borussia. Vielleicht doch etwas zu viel des Guten, oder? Egal, ich will dieses Spiel unbedingt gewinnen, egal wie und wie hoch!
Am Ende sollte ich mit meiner Vermutung richtig liegen, die beiden ersten Mannschaften des BVB holten die erhofften sechs Punkte am letzten Wochenende.
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[w+] Endlich ist die rote Laterne nicht mehr in Dortmund, zumindest vorübergehend. Denn ob der Sieg gegen Wacker Burghausen am Samstag der lang ersehnte Befreiungsschlag war, bleibt zu bezweifeln – zu unbeständig spielen unsere Amateure in dieser Saison. Umso schöner war es, dass mit dem 3:0 ein nie gefährdeter Sieg heraussprang.
An diesem ersten richtig kalten Samstag des nahenden Winters empfingen unsere Amateure mit dem SV Wacker Burghausen einen Gegner, den ich bislang noch nie live gesehen habe. Zum Hinspiel konnte ich aus terminlichen Gründen nicht fahren, so dass ich bis zum Rückrundenauftakt warten musste, um das Team aus dem hinterletzten Eckchen Bayerns mal sehen zu können. Und so fand ich mich recht früh als einer von 1.016 Zuschauern in der wie immer wunderschönen Roten Erde wieder. Und ich wette mit jedem hier, würde Burghausen, so wie es ist, eine Stadt im Osten der Republik sein, unsere ortsansässigen Sicherheitsexperten hätten das Spiel ins Westfalenstadion gelegt. Aber das nur am Rande. Ich schaute mir das Spiel wie eigentlich immer von der Haupttribüne an und fror trotz warmer Kleidung wie ein Schneider. Ich brauchte dringend was warmes im Körper. Und da ich Kaffee absolut ekelig finde, dachte ich mir „Gönnste Dir mal’n Kakao“. Habe ich dann auch gemacht und hätte es lieber sein lassen sollen. Schmeckte wie Omma unterm Arm! War so ekeliger Kakao auf Wasserbasis! Nichts mit lecker Milch und so. Das gibt leider Abzüge in der B-Note für die ansonsten gute Verpflegung in der Roten Erde.
Der benachbarte Block H stand sehr früh recht kompakt und legte auch schon vor Spielbeginn los. Zu Spielbeginn gab es wie so oft wieder eine kleine Aktion, die mir nach Sichten der Bilder gut gefiel. Vor einem Herz prangte die Liedzeile „…denn wir lieben nur Dich, Borussia“. Im Hintergrund wehten mehrere simple wie schicke Schwenker, die das Gesamtbild abrundeten. Wie schon im letzten Spielbericht erwähnt, müssen Aktionen für mich nicht geschnörkelt und verspielt sein. Knackige Aussagen und schickes Design ergeben für mich ein perfektes Bild. So, das Spiel konnte nun beginnen und so legte auch der Block H los. War es anfangs noch etwas verkrampft, löste sich die Spannung aber nach und nach, so dass man insgesamt von einem recht guten Auftritt sprechen kann. Der sichere Sieg wurde letztendlich gekonnt zelebriert.
Die Gäste aus Burghausen reisten erwartungsgemäß in recht überschaubarer Anzahl an. Bei der Entfernung und bei einem recht kleinen Club aber verständlich. Die circa 25 Leute hinter der UBS-Fahne zogen komplett 90 Minuten ihr Ding durch, wobei ich persönlich nicht immer nachvollziehen kann, warum man bei einem 0:3-Rückstand noch seine Fahnen wedelt und lustig rumhüpft als würde auf dem Platz nichts passieren. Und da für Wacker die letzten Spiele allesamt nicht so prall ausgingen, würde mir als weitgereistem Anhänger nach einer derart schlechten Leistung meiner Mannschaft mal gehörig der Kamm anschwillen.
Nach dem Sieg kam die Mannschaft geschlossen zum Fanblock und ließ sich verdient feiern. Siege als (jetzt nicht mehr) Tabellenletzter sind nicht alltäglich, so dass man da schon mal etwas feiern darf. Nach dem Abklatschen liefen noch zwei Spieler zur Sektion Stadionverbot oben an den Zaun und ernteten dafür verdienten Applaus. Mir persönlich geht die Glorifizierung andernorts für die dort ansässigen Stadionverbotler gehörig auf den Keks. Diese „Ehre der Sektion Stadionverbot“- und „Onore ai diffidati“-Fahnen sind nicht mein Ding. Wofür sollen wir sie ehren? Jeder Stadionverbotler, der sich von den Mühlen des Gesetzes nicht unterkriegen lässt und seiner Liebe weiterhin hinterher reist, obwohl glasklar ist, dass man das Stadion nicht von innen sehen wird, hat meinen Respekt verdient. Aber Ehre? Wofür? Mir geht es einfach nur darum, dass die Sektion SV als lebendiger Teil des großen Ganzen gesehen und behandelt wird. Und so kleine Gesten, wie die der beiden Spieler am Samstag, tun den Jungs hinterm Zaun sicherlich mehr als gut. Stadionverbotler sind keine Feinde des Sports, keine Aussätzigen, sondern ganz normale Fans, die vielleicht mal Mist gebaut haben, oder vielleicht auch nicht. Beide Ursachen sind Realität. Die Stadionverbotler sind nichts besonderes, sondern vollwertige Mitglieder der Gruppen und der Szene. Darum geht’s und deswegen werden wir auch in den Stadien der Republik und zuhause im Westfalenstadion oder der Roten Erde immer wieder Soli-Gesänge anstimmen! Nicht um die Mannschaft im Stich zu lassen, sondern um den Leuten vor den Stadiontoren einen Gruß vor die Stadiontore oder an den Fernseher in der Kneipe zu übermitteln.
Wir alle sind Borussia!
Die ersten drei Punkte des Vorgeburtstagswochenendes waren also im Sack. So konnte es weitergehen.
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[w+] In ein paar Stunden ist Wochenende, aber dieses Wochenende zählt nur so halb. Klar, die Amateure und Profis des BVB sollten ihren Spiele gegen Burghausen und in Wolfsburg ruhig gewinnen, aber letztendlich stehen alle Zeichen bereits auf das kommende Wochenende, an dem unser Ballspielverein 100 Jahre alt wird. Bevor es aber soweit ist, habe ich noch zwei Dinge auf dem Herzen, die ich unbedingt loswerden muss.
Zum einen sind da die mobilen Kommunikationsgeräte der heutigen Zeit. In Deutschland existiert für diese Geräte ein anglophiler Begriff, den es im englischsprachigen Bereich dieser Welt lustigerweise überhaupt nicht gibt. Die Rede ist vom Handy, welches heutzutage ja nur noch am Rande telefonieren und Nachrichten verschicken kann. Es wirkt eher so, dass Handys von jungen Leuten nur noch als mp3-Player (allerdings ohne Kopfhörer) und Videokameras benutzt würden. Und diese Videofunktion ist die, die mich mittlerweile am meisten annervt. Egal wo man hinkommt, irgendwelche Vögel filmen das belangloseste Zeug. Wer beim Fußball die Augen auch nur geringfügig öffnet, sieht dieses nervige Phänomen an jeder Ecke. Und zwar vor, während und nach dem Stadionbesuch. Und wenn man diese Menschen dann darauf anspricht, dass man nicht ganz so viel Bock hat, in deren Privatarchiven zu schlummern, wird man meistens noch ganz entgeistert angeschaut. Man könnte sich wohl genauso gut mit einem Briefkasten unterhalten.
Wie ich darauf komme, wollt Ihr wissen? Gestern Abend komme ich nach hause und will vorm Pennen noch eine Kippe durchziehen. Also ab in die Wohnstube, Flimmerkiste an und zappen. Warum auch immer bleibe bei der finalen Popstars-Entscheidung kleben. Die übermäßig talentierten Moderatoren Giovanni (trällerte mal bei einer älteren Popstars-Kreation und stolpert seitdem peinlich mit seiner Frau durch die Fernsehwelt) und Charlotte Engelhardt versuchen vor der Verkündung des siegreichen Duos krampfhaft die Spannung hochzuhalten. Bevor Tanzguru Detlev D. Soost die Entscheidung verlesen kann, darf die leidgeprüfte Rihanna auf der Bühne noch ihren „superkrassen Megahit“ (O-Ton Engelhardt), ich glaub man sagt in der Branche, performen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich diese Art von Musik nicht mag, musste ich noch wegen etwas anderem den Kopf schütteln. Die Musik erklang und im Publikum der Arena in Oberhausen wurden die Handys hochgestreckt. Nicht eins, nicht zwei, nein hunderte. Und ich wette, dass keins der Videos auch nur ansatzweise irgendwie ansehnlich ist. Aber Hauptsache man filmt bei diesem und jedem anderen Event. Zum Kotzen!
Den zweiten Punkt können wir ganz schnell abhandeln. Seit dem Umzug dieses kleinen Blogs von Blogspot zu WordPress steht uns eine hervorragende Statistikfunktion zur Verfügung. Welche Artikel werden am häufigsten gelesen, wo sind wir verlinkt, wie viele Besucher waren hier? Und so weiter und so fort. Und natürlich zeigt uns WordPress an, mit welchen Suchbegriffen unsere Seite gefunden wurde. Die Suchbegriffe werden aufgelistet und nach Häufigkeit in eine Tabelle geordnet. Die häufigsten Suchbegriffe lauten ganz unspektakulär „DTS98“ und „Der treue Süden“. Weit dahinter aber auch weit vor allen anderen Begriffen taucht „Muschipups“ in dieser Hitliste auf. Bürgt natürlich auch für eine gewisse Qualität.
In diesem Sinne, schönes Wochenende und hoffentlich sechs Punkte für unsere beiden ersten Mannschaften.
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[w+] Nachdem der Sonntag größtenteils auf der großzügigen Vereinsanlage des 1. FC Pennematz verbracht wurde, tauchte ich abends in die Kulturwelt ein. Ich hatte meine Premiere, meine Theaterpremiere sozusagen. Denn seit meiner Grundschulzeit habe ich kein Theater mehr von innen gesehen.
Jetzt im Jahr des 100. Geburtstages unserer geliebten Borussia hat sich mit Bruno „Günna“ Knust eine lokale Größe daran gemacht, eine Revue auf die Bühne zu bringen, die die vergangenen 100 Jahre Borussia Dortmund in lockerer Art und Weise noch einmal zeigt. Und das ist ihm größtenteils auch mehr als gut gelungen.
Zu Beginn wird die zeitlos schöne Hymne „Leuchte auf mein Stern Borussia“ gesungen, bei der mir gleich zu Beginn Pipi in den Augen stand. In den wenigen Minuten des Singens schossen mir zahlreiche unvergessliche, schöne aber auch traurige Erinnerungen und Erlebnisse durch den Kopf, die ich unserer Borussia verdanke. Das nun folgende Bühnenwerk war dann aber eher humoristisch als tränenrührend angelegt. Los geht’s mit dem Pfarrer der Dreifaltigkeitskirche, der sich über die abtrünnigen Bengel aufregt, die dem wilden Fußballspiel frönten und die Welt der religiösen Wertevorstellungen hinter sich ließen. Anschließend wird die Gründungssitzung im Wildschütz gezeigt und die sagenumwogende Namenfindung von Borussia Dortmund nachgespielt.
In mehreren kleinen Teilen folgen verschiedene Blicke aus immer anderen Perspektiven auf den Verein, aber auch die Bürger der Stadt, die mit und für diesen Verein leben, kommen nicht zu kurz. Alles in wunderbarer Dortmunder Mundart gespielt, was das Stück noch sehenswerter macht. Hier und da gibt es auch mal augenzwinkernde Kritik. So zum Beispiel gleich zu Beginn bei der schon angesprochenen Suche nach dem Vereinsnamen, als der aktuelle Stadionname sein Fett wegbekommt. FÜR IMMER WESTFALENSTADION!
Der bissigste Teil folgte ziemlich am Ende als die Halbgötter Dr. Gerd Niebaum und Michael Meier böse aufs Korn genommen wurden. Beiden wurde nach dem Mund geredet, beide wurden als Heilige dargestellt und beide gingen, nachdem das ganze Geld verschleudert wurde, zusammen unter. Herrlich!
Nach knapp drei Stunden ging das Stück dann auch zu Ende und nach zwei Zugaben verließ das Publikum den Saal. Jedem schien es gefallen zu haben, negative Stimmen konnte ich beim Rausgehen und auf dem Weg zum Auto nicht raushören. Meiner Meinung war das Stück so gelungen, weil es keineswegs perfekt war. Die vielen Lieder waren zwar nicht ganz mein Geschmack, aber in jeder Zeile konnte man die Ehrlichkeit raushören, die uns Westfalen wahrscheinlich so auszeichnet. Ich würde jedem empfehlen, der diese Revue bislang noch nicht gesehen hat, sich schleunigst um Karten zu bemühen. Die knapp 18 Euro sind gut angelegt.
Noch ein Wort zum Publikum. Das war wunderbar gemischt. Es traf sich ein schöner Querschnitt der Dortmunder Gesellschaft. Wirklich alte Leute, die nur gestützt den Saal betreten konnten, waren am Ende genauso begeistert wie der Jugendliche, der grade erst zur Borussia findet.
Borussia, Du verbindest Generationen. Männer und Frauen – alle Nationen!
Danke, Günna!
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[w+] Wisst Ihr woran man einen Dortmunder erkennt? Er ist ein notorischer Meckerkopp, der am liebsten über seine Borussia meckert. Und selbst wenn die Borussia den Glubb aus Nürnberg mit vier Dingern zurück nach Franken schickt, meckert der Dortmunder, dass nicht noch mehr Tore gefallen sind. Man ist zufrieden, endlich mal wieder ein rasantes Heimspiel gesehen zu haben, aber man dürfe ja noch meckern, wenn so viele hundertprozentige Einschussmöglichkeiten ausgelassen werden. Und in gewisser Weise hat der Dortmunder mit dieser Kritik auch recht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich den Samstag richtig cool fand, aber ob der Fahrlässigkeit vor dem Tor aber auch ein wenig Kritik äußern muss.
Lucas Barrios zum Beispiel trifft seit ein paar Wochen in fast jedem Spiel, aber seine Art vorm Tor ist sehr nervenaufreibend. Die Ruhr Nachrichten von heute beschreibt es ganz treffend mit verträumt. Der Südamerikaner wäre so verträumt vorm Tor, als hätte er „Vom Winde verweht“ vor dem Spiel in Endlosschleife gesehen. Zum anderen ist da noch der „schwarzgelbe Pharao“ (diesen Begriff bitte nicht übernehmen!) Mohammed Zidan, der sich wohl nie in mein Herz spielen wird. Diese ständigen Haken treiben mich irgendwann noch zur Weißglut. Aber das soll es auch schon mit der Kritik sein, denn auf dem Blatt steht ein 4:0-Erfolg gegen schwache Nürnberger, der uns wieder in Spürweite der europäischen Plätze bringt. Apropos schwache Nürnberger. Die oben schon angesprochene heutige Printausgabe der RN bezog das Spruchband „Ihr seid und bleibt Lutscher“ der Ultras Nürnberg nicht auf die in Wahrheit angesprochene Schickeria aus München, sondern auf die Spieler der Franken, die schon in Hoffenheim und Leverkusen recht deutlich unter die Räder gerieten. Allerdings hätte der Mitarbeiter der RN mal seinen Blick um einige wenige Zentimeter erheben sollen, dann hätte er auch die erste Zeile des Spruchbands „SM: Nach dem Training noch eine Laufeinheit?“ gesehen.
Zu Beginn zeigten die Gäste eine schlichte, aber recht ansehnliche kleine Aktion. Vor dem Block prangte das Banner „Vorwärts Glubb“ und dahinter mittelgroße Schwenker in Vereinsfarben. Ich bin eh ein Freund von schlichten, einfachen und aussagekräftigen Aktionen. Ich brauche keine Schnörkel und keinen Firlefanz. Dick, blockig und voll erkennbar eben! [tm] Nach der schicken Aktion blieb der Gästeanhang aber blass. Was nach den frühen Gegentoren auch kein Wunder ist. Somit konnten UN94 und Konsorten auch nicht an die wirklich guten Auftritte zuletzt bei uns in Dortmund anknüpfen. Unterstützt wurden die Franken durch ein paar blauen Gestalten aus der Stadt, die so hässlich ist, dass dort statt eigenen Ansichtskarten welche von Recklinghausen verkauft werden. Witzig ist, dass die UGE am Samstag erkennbarer im Stadion vertreten war, als bei ihren eigenen Gastspielen in Dortmund. Jeder wie er meint.
Auf unserer Seite war es ganz ok, allerdings war die Spannung durch die frühen Tore weg. Aber alles in allem können wir von einem Heimspiel über der Durchschnittslinie sprechen. Besonders der BVB-Walzer und „Leuchte auf mein Stern Borussia“ erzeugten sicherlich nicht nur bei mir Gänsehaut. Irgendwie spürt man, dass der 100. Geburtstag näher rückt. Bleibt noch das Spruchband zur zweiten Halbzeit zu erwähnen, mit dem wir für die Typisierungsaktion am 12.12.2009 im Versorgungsamt Dortmund aufriefen. Ursprünglich lief das im Rahmen der Aktion „Helft Lou“, die aber schon einen Knochenmarkspender für Lou gefunden hat. Erfreulicherweise wird die Typisierung kommenden Samstag dennoch durchgezogen. Wir hoffen, dass sich dort zahlreiche Menschen einfinden und sich in den Dienst der guten Sache stellen.
Nach dem Spiel sammelte sich unsere Gruppe unter der Süd, um gemeinsam zur Stube zu laufen. Nachdem die Sektion Stadionverbot eingesammelt wurde ging es mit reichlich Gesang und mit vereinzelten pyrotechnischen Erzeugnissen durch Dortmunds Straßen, was sicherlich nicht nur mir großen Spaß bereitete. Die Leute hatten guten Laune und besangen voller Stolz und ohne Zwang unseren geliebten Ballspielverein, der in zwei Wochen stolze 100 Jahre alt wird.
Das wird ein Fest!
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[w+] Heute morgen beim täglichen Blick auf meinen Gelbe-Wand-Kalender stellte ich fest, dass heute vor zwölf Jahren in Tokio der Weltpokal seinen Weg in Borussias Vitrinen fand. 1997, das Jahr der sportlichen Höhepunkte in den jetzt fast 100 Jahren Borussia Dortmund. Am 28. Mai besagten Jahres thronte unsere Borussia auf dem europäischen Fußballgipfel. In der Nordkurve des Münchener Olympiastadions verfolgte ich das Finale der Champions League und konnte als damals knapp 16-jähriger die Bedeutung dieses Spiels noch gar nicht richtig einordnen. Die Erkenntnis bei etwas unfassbar Großem live dabei gewesen zu sein, kam erst eine ganze Zeit später. Und noch heute bin ich meinen Eltern unendlich dankbar. Dankbar dafür, dass Sie mir dieses Erlebnis trotz hundsmiserablem Schuljahr möglich machten. Vielen, vielen Dank! Die Karte für den Sonderzug gab es für 99 DM und die Karte fürs Stadion, für die ich eine Nacht vor der Geschäftsstelle verbrachte, gab es für läppsche 44 DM. Überlegt Euch mal, dass es das Finale damals für umgerechnet knapp 25 Euro zu sehen gab. Undenkbar heute. Da ich als knapp 16-jähriger kaum eigene Kohle auf Tasche hatte, schossen meine Eltern mir die Kohle zu. Die Reise zum Finale sollte Ansporn dafür sein, im nächsten Schuljahr endlich durchzustarten. Das Ergebnis meiner schulischen Laufbahn will ich jetzt hier lieber nicht preisgeben…
Das Spiel in München konnte gewonnen werden und wer erinnert sich nicht an die Torjubel von Kalle Riedle und Lars Ricken. Jeder kennt die Bilder und jeder kann den Kommentar von Marcel Reif mitsprechen als Lars Ricken eingewechselt wird und den Ball zum entscheidenen 3:1 über Juves Peruzzi, der viel zu weit vorm Tor steht, hinweglupft. Beim Schreiben bekomme ich heute noch eine Gänsehaut. Momente für die schwarzgelbe Ewigkeit.
Jetzt aber zurück zum 2. Dezember 1997. Durch den Triumph von München standen wir auf einmal im Weltpokalfinale, welches in Tokio stattfand. Welch monströser Begriff, Weltpokalfinale. Bis zum damaligen Zeitpunkt war mir dieser Titel nur aus den Kicker-Sonderheften bekannt, weil er in der Titelaufzählung des FC Bayern München auftauchte. Auf mich hatte dieser Titel, oder vielmehr der bloße Begriff, eine gewisse Anziehungskraft und so freute ich mich sehr, dass meine Borussia um diesen Titel spielen durfte. Der Gegner sollte der mir bis damals völlig unbekannte brasilianische Verein Cruizero Belo Horizonte sein, die damals die Copa Libertadores, die südamerikanische Champions League, gewannen.
An einen Flug nach Tokio war überhaupt nicht zu denken, was ich auch wirklich in keiner Sekunde tat. Das Spiel musste daheim geschaut werden. Nur kollidierte der Anpfiff durch die Zeitverschiebung mit der Schule. Es war aber schnell vielen Leuten meiner Stufe/Schule klar, dass an diesem Tag nicht grade wenige Sitzplätze in den Klassenräumen leer bleiben müssen. Das Spiel wurde damals unter der Westtribüne im Westfalenstadion übertragen und der Bums war richtig gefüllt. In erster Linie mit Schülern, die genauso blau machten wie wir. Und das war irgendwie ein cooles Gefühl. Blau machen, um unsere Borussia im Finale spielen zu sehen. Ein Finale, welches sogar recht überraschend durch Tore von Michael “Susi” Zorc und Herrlich, Herrlich, super Heiko Herrlich gewonnen werden konnte, so dass sich meine Borussia aus Dortmund am Mittag des 2. Dezembers im Jahre 1997 Weltpokalsieger nennen durfte. Für mich klingt das auch heute noch faszinierend.
Tags drauf in der Schule legten die meisten irgendwelche Entschuldigungen vor, die teils sogar die Eltern ge- und unterschrieben hatten. Andere fälschten die Unterschriften ihrer Eltern. Ich hingegen hatte nichts vorzuweisen und sagte einfach die Wahrheit. Warum rumlügen, wenn eh jeder wusste, was Ambach war? Ich war im Westfalenstadion und habe gesehen, wie mein Verein Weltpokalsieger wurde. Warum also lügen, wenn Englisch, Mathe und Co. nicht im geringsten mithalten konnten. Mein Lehrkörper (ich habe keine Ahnung mehr, welche/r LehrerIn es damals war) musste ob meiner Ehrlichkeit schon ein bisschen schmunzeln, brummte mir und einem ehrlichen Mitstreiter der Ordnung halber zwei Stunden Nachsitzen auf, welche aber schon nach 35 Minuten zu unseren Gunsten abgebrochen wurden. Man sah wohl ein, dass Borussia „manchmal“ eben doch wichtiger ist.
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[w+] Was für ein Wochenende. Die Medien lassen sich wieder über steigende Randale aus, schreien nach neuen Sicherheitsmaßnahmen und wettern gegen die bösen, bösen Dortmunder Fußballfans in Anführungszeichen. Private Medien nutzen solche Ereignisse ja gerne, um ihre Einschaltquoten oder Auflagen zu steigern, was aus rein wirtschaftlicher Sicht ja auch nachvollziehbar ist, aber saubere Informationen ohne Sensationsgeilheit funktioniert anders. Und genau die sollte man von öffentlich rechtlichen Sendern erwarten dürfen, denn diese werden von der Gesellschaft finanziert, die somit auch ein Recht auf saubere Informationen hat. Dass dem nicht so ist, hat die ARD-Sportschau am Samstag bewiesen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch biertrinkend im Bus zurück nach Dortmund saß, konnte ich die Ausgabe „leider“ nicht sehen, worüber ich im Nachgang, als ich den Bericht bei schwatzgelb.de gelesen habe, aber mehr als froh bin.
Für unsere Reisegruppe ging der Samstag um kurz nach 9 Uhr in Dortmund los, als auch die letzten Nachzügler endlich im Bus Platz nahmen. Entgegen meiner sonstigen Haltung, vor den Spielen nichts zu trinken, entschloss ich mich morgens spontan für die Ausnahme der Regel. Denn nicht nur meine Meinung zu dieser Auswärtsfahrt war, dass man das, was einen am Zielort erwarten würde, nicht so ganz nüchtern ertragen würde. Also gingen klipp-klapp-mäßig die ersten Galoschen auch recht fix runter, so dass eine witzige Bustour starten konnte. Bei Ankunft in Sinsheim breitete sich das Elend vor uns aus. Das Stadion steht ähnlich wie in München direkt an der Autobahn und ist irgendwie eine bessere Raststätte. Man steht dort einfach nur auf einem Parkplatz an der Autobahn, geht dann ins sterile Stadion, welches lieblos auf diesen Parkplatz gebaut wurde und hofft, dass seine Mannschaft gegen die spielstarken Gastgeber nicht untergeht. Anschließend verlässt man dieses lieblose Stadion, kehrt auf den Parkplatz direkt an der Autobahn zurück und steigt in den Bus, um schnell wieder nach hause in den geliebten Ruhrpott zu fahren.
Im Prinzip war es auch so, allerdings schlug unser BVB die Gastgeber und brachte damit die anwesenden Borussen zum Ausrasten im ansonsten leblosen Stadion. Jetzt mal ganz im Ernst, es wirkte tatsächlich alles sehr irreal. Der Gästesektor unterstützte die schwarzgelben Recken mehr als lautstark und emotional – über die gesamten 90 Minuten. Die restlichen Zuschauer waren von Plastikpuppen kaum zu unterscheiden. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich dieses ganze Produkt Hoffenheim so abgrundtief scheiße finde, das sage ich, weil es einfach so ist. Nehmen wir nur mal die Szene, die zur roten Karte führte. Der Gästeblock explodiert förmlich und der Rest vom Stadion? Kaum bis keine Reaktionen. Auf den Seitentribünen springen keine Leute auf, die sich über die Entscheidung aufregen, kaum hörbare Pfiffe, einfach nichts. Das ist doch nicht der Fußball, den wir lieben und leben, oder? Wenn das die gewünschte Zukunft dieses Sports ist, dann aber gute Nacht, Marie. Die Leute werden ob ihrer Haltung und ihres Verhaltens bepöbelt und beleidigt, juckt die aber auch nicht. Die Medienwelt berichtet unisono über das böse, böse Verhalten der Dortmunder Fußballfans. Warum die anderen Vereine nie so ins Abseits gestellt werden ist mir schleierhaft. Es juckt mich nicht, dass schlecht über uns geschrieben wird, aber dieses scheinheilige Getue geht mir auf den Zeiger. Unser Geschäftsführer entschuldigt sich auch nach dem Spiel noch dafür, obwohl er selber sehr unsachlich vor dem Spiel gegen Hopp und seine TSG wettert. Natürlich auf anderer Ebene, aber er tut es. Wenn auch nicht mit den richtigen Argumenten, aber er tut es. Finde ich gut. Aber dann haut er einen Tag nach der Aktionärsversammlung einen offenen Brief an die Fans raus, den er nebenbei bemerkt noch nicht einmal selber geschrieben hat, und fordert gutes Benehmen. Ist doch völlig klar, dass die Presse sich wie die Hyänen auf diese Story stürzt. Schließlich lechzt sie doch danach, solche Geschichten rund um ein relativ belangloses Fußballspiel zu stricken. Irgendwo las ich estern schon was vom neuen Hassgipfel. Verrückte Fußballwelt. Die Krone der Begeisterung setzte mir aber heute das Bich-Zitat des Tages auf. Natürlich, Didi, wir hätten Dein Stadion und Deine Parkplätze kurz und klein geschlagen, wenn wir das Spiel verloren hätten. Haben wir letztes Jahr in Mannheim ja auch gemacht. Ich möchte Dich auch nicht weiter kritisieren oder beleidigen, denn ich möchte nicht wie andere kritische Medien oder Stellen mit offenen Briefen bedacht werden, die in Kopie durch die halbe Fußballwelt geschickt werden, oder gar ganz ausgeschlossen werden. Didi, Du bist der Größte!
Nach dem Spiel ging es ab zum Bus und nach kurzer Warterei auch wieder zurück in die Heimat, die nach dem ein oder anderem Bier auf den unverhofften Dreier irgendwann recht süffig zu Ende ging.
Und zum Schluss will ich noch was zum wohl nervigsten Argument der Hoffenheim-Befürworter sagen. Da wird ja gerne mit dem Finger auf Borussia Dortmund gezeigt. Da wird geschrien, warum augerechnet die Anhänger des BVB die Mäuler aufreißen. Schließlich war der BVB doch das Zugpferd in den 90er Jahren, was das Thema Seelenverkauf und Kommerz angeht. Wir als Borussia Dortmund haben hoffentlich aus der Scheiße gelernt und können mit den Erfahrungen in eine sichere Zukunft starten. Und das müssen und wollen wir weiter geben. Gestern fragte ein Freund recht treffend, welche Drogenkampagne zielführender wäre. Eine mit einem prominenten Kopf, der mit erhobenen Zeigefinger “Keine Macht den Drogen” sagt, oder die mit einem Ex-Junkie, der die Kids aus eigener Erfahrung vor den Drogen warnt und mit abschreckenden Erlebnissen dazu beitragen kann, dass die Botschaft der Kampagne mehr in die Köpfe dringt?
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[w+] Das erste Video zeigt das Abschlusstraining von Newells Old Boys…
…und das zweite zeigt Impressionen vom Spiel selber.
Grüße gehen an dieser Stelle an den Knochenmann raus! ;-)
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[w+] WordPress bietet seit kurzer Zeit ein neues Feature an, welches gar nicht so verkehrt ist. Gar nicht so verkehrt für uns Faulpelze. Ihr könnt unseren Blog ab sofort abonnieren und Euch die Artikel ganz bequem an Eure E-Mail-Adresse schicken lassen. Gebt einfach rechts oben in der Menüleiste Eure Adresse ein und klickt auf “Und ab!”. Und fertig ist die Suppe, die uns faulen Säcken so schmeckt.
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[w+] Am Tag der deutschen Einheit bestand in dieser Saison die erste Möglichkeit, Amateure und Profis an einem Tag sehen zu können. Damals sprangen aus beiden Spielen gute vier Punkte in zwei eher mittelmäßigen Spielen raus. Letzten Samstag hatten wir erneut die Chance, beide Teams an einem Tag zu sehen. Um 14:00 Uhr spielten die Amateure im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück und abends um 18:30 Uhr war Anpfiff im Westfalenstadion zum Spiel gegen den FSV Mainz 05. Am Ende stand dann ein mickriges Pünktchen aus zwei eher bescheidenen Spielen auf dem Konto. Das hatten sich im Vorfeld sicherlich nicht wenige etwas anders ausgerechnet.
Nach dem Pokalspiel der Profis stellte ich die Wette in den Raum, dass die Amateure bestimmt recht locker im Ligaspiel gegen den VfL Osnabrück gewinnen würden. Es war auch recht locker, aber leider nicht für den BVB. Der VfL ließ unserer Zweiten eigentlich kaum eine Chance, wobei kein allzu großer Energieaufwand vonnöten war. Ich muss leider sagen, dass ich selten harmlosere Mannschaften als unsere Zweite gesehen habe. Da nimmt niemand mal das Heft in die Hand, es wird immer nur der eigene Stiefel runter gespielt und wie so etwas enden kann, dürfte wohl jeder wissen. Mit 4:1 fertigte uns der Gastgeber letztendlich ab. Auch wenn ich es mir wünschen würde, habe ich nur wenig Hoffnung, dass nach dem letzten Spieltag der Nichtabstieg gefeiert werden kann. Dafür waren einfach die bisher gesehenen Spiele und damit verbundenen Leistungen zu schwach, um sich langfristig von der Abstiegszone entfernen zu können.
Stimmungsmäßig war es auf beiden Seite ok, nicht mehr und auch nicht weniger. Die oft so hoch gelobte Bremer Brücke konnte in den beiden Spielen gegen uns nicht ansatzweise überzeugen. Nur in der Mitte der Heimtribüne rafften sich jeweils 150 bis 200 Leute auf, um durchgängig ihre Elf zu unterstützen. Der Rest stieg nur dann und wann mit ein. Und da das fast überall so ist, waren beide Auftritte nur biederer Durchschnitt. Aber die Bremer Brücke ist ja nicht das einzige Stadion Deutschlands, welches seinem Ruf nur in den seltensten Fällen gerecht wird. Mir fallen da spontan der Aachener Tivoli, der Bieberer Berg in Offenbach, die alte Försterei in Berlin-Köpenick, das Eintracht-Stadion in Braunschweig, das Dreisamstadion in Freiburg und leider auch oft das Westfalenstadion in Dortmund ein, die laut diverser Liveübertragungen und Spielzusammenfassungen immer ein Tollhaus sondergleichen sind, aber in der Wirklichkeit eher durchschnittlich sind. Aber das ist ein Thema, welches man gesondert behandeln könnte, wenn man es denn wollte.
Mit dem Abpfiff verließen wir recht zügig das Stadion, um unseren Zug zu erwischen, was letztendlich auch reibungslos klappte. Uns blieb noch ausreichend Zeit, um uns mit etwas Proviant zu versorgen. Nach den ersten 90 Minuten des Tages waren die Kehlen trocken und die Mägen hungrig. Mit dem IC ging es dann in die Heimat.
Mein persönliches Osnabrückfazit: Drei Bierduschen, null Punkte. Wäre mir andersherum auch lieber gewesen…
Nach Ankunft auf der Baustelle, die sich Dortmunder Hauptbahnhof schimpft, ging es recht flott runter zur U-Bahn, wo uns auch gleich die erstmögliche zum Westfalenstadion kutschierte. Dort ebneten wir uns den Weg zum Eingang, um nach kurzem Sammeln zusammen auf die Süd zu gehen, wo es trotz für uns abgesperrtem Bereich schon sehr eng war. Kurz darauf fiel dann auch schon Vorhang für den Hauptakt des Tages.
Vor 74.000 Zuschauern im schönsten Theater der Republik schafften es die 22 Akteure auf der grünen Bühne aber nur äußerst selten, das Publikum zu begeistern. Nach der neunzigminütigen Vorstellung konnten sich lediglich die mitgereisten Mainzer über die torlose Punkteteilung freuen. Wir allerdings hätten mit einem Heimsieg wieder Anschluss an die vorderen Plätze gefunden, bleiben so aber aktuell etwas auf der Stelle stehen. Als positives Fazit bleibt festzuhalten, dass wir auch weiterhin seit dem Derby ungeschlagen sind und seitdem auch nur zwei Gegentore kassiert haben. Negativ fällt auf, dass der Spielaufbau viel zu durchsichtig ist und Überraschungsmomente fehlen. Hier macht es sich schmerzlich bemerkbar, dass mit Tamas Hajnal der Kreativkopf der Mannschaft fehlt.
Es bleiben jetzt noch vier Spieltage, um sich zur Winterpause auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz zu positionieren, um in der Rückrunde aufs Neue angreifen zu können. Die beiden Heimspiele gegen Nürnberg und Freiburg sollten dafür schon fast zwingend gewonnen werden. Und auswärts in Hoffenheim und Wolfsburg? Das werden die beiden Überraschungstüten der letzten vier Spiele. Vielleicht gelingen ja zwei Coups wie in Leverkusen und Bremen, wobei Wolfsburg zurzeit auch schlagbar ist. Warten wir es ab, ich bin gespannt!
Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, wo der Text hier fast zu Ende ist, warum kein einziges Wort über Robert Enke und die Kontellation Dortmund-Klopp-Mainz gefallen ist. Ganz einfach, ich habe habe keinen Bock, auf diesen Medienhype aufzuspringen. Feddichaus!
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[w+] Gestern war Jahreshauptversammlung des BV Borussia 09 e.V. Dortmund in der Westfalenhalle. Diese wird jährlich immer zum Jahresende abgehalten, so halt auch dieses Jahr. Allerdings war es dieses Jahr nicht die so spannend wie noch ein Jahr zuvor, als im Vorfeld nicht sicher war, dass das Votum zur so genannten „50+1 Regelung“ so deutlich gegen den Einstieg von Fremdinvestoren ausfallen würde.
Dieses Jahr plätscherte alles anfangs, als die Abteilungsleiter die Jahresberichte vortrugen, ein wenig vor sich hin. Wie immer konnte man anfangs meinen, der BVB hätte die beste Jugendfußballabteilung der Welt, die alles und jeden besiegt, aber allen voran immer die Blauen. Ich denke aber, dass das bei jedem anderen Bundesligaverein ähnlich gestaltet wird. Anschließend durften sich die Vorstände der Tischtennis- und Handballabteilung der Öffentlichkeit präsentieren. Jahr für Jahr wird der Eindruck bestätigt, dass diese beiden Abteilungen neben dem großen Fußball untergehen, was man leider auch nachvollziehen kann, denn auch ich bringe nicht viel Interesse an diesen beiden Sportarten mit.
Als dann Götz Vollmann über die letztjährigen Tätigkeiten berichtete, passierte dann das, was ich als äußerst unhöflich empfand. Auch wenn ich Götz Vollmanns Vortrag etwas geschwafelt fand, finde ich es sehr, sehr unhöflich ihn zu unterbrechen. Dies tat Reinhard Rauball nach einigen Minuten. Er fragte, wie lange es denn noch dauern würde, schließlich stünde die Mannschaft schon vor der Tür. Recht gekonnt umspielte Vollmann diese Hürde und beendete dann seine Ausführungen etwas abgehackt. Warum die Mannschaft nicht warten kann, bis alle Abteilungen mit ihren Berichten durch sind, kann ich mir nicht erklären. Warum die Mannschaft immer diese Extrawurst mit dem verspätetem Einlaufen benötigt, weiß ich auch nicht. Ich finde das nicht gut, aber auch nicht schlimm. Nur diese Unterbrechung durch Reinhard Rauball empfand ich als sehr unhöflich.
Danach ging es weiter und irgendwann bestieg Hans-Joachim Watzke das Rednerpult. Seine fachlichen Qualitäten will ich gar nicht in Abrede stellen, aber seine öffentlichen Auftritte sind leider nur mangelhaft. So auch gestern. Anfangs wirkte er irgendwie beduselt, ich weiß auch nicht, aber er kam mir vor, als hätte er am Morgen bereits ein Schlückchen gehabt. Er sprach sehr abgehackt und seine Augen wirkten seltsam unruhig. Das legte sich aber nach ein paar Minuten wieder. Die von ihm präsentierten Charts erinnerten mich allesamt zu sehr an die Rechnungswesen-Stunden während der Berufsschulzeit, so dass ich mich gedanklich etwas ausklinkte und erst wieder unter dem Strich aufwachte, wo die Zahlen zwar noch nicht rosig aussehen, aber immerhin nicht mehr angsteinflößend.
Und dann? Dann begann es peinlich zu werden. Aki Watzke ging aufs Sportliche ein. Ein Raunen ging durch die hinteren Reihen, gefolgt von der Angst, dass jetzt auf die Mitleidsdrüse gedrückt wird. Aber nicht nur das. Watzke suchte in seinen Ausführungen die alleinige Schuld am Nichterreichen der Europa-League in der Fehlentscheidung am letzten Spieltag in Frankfurt beim dortigen Spiel gegen den HSV. Die Zwischenrufe häuften sich, Pfiffe waren hörbar. Die Krone setze der Geschäftsführer der KGaA dann dem ganzen Szenario aber durch die eingespielte MAZ auf. Unter der Einleitung, man wolle ja niemandem persönlich die Schuld geben, ließ er von der Regie die „saisonentscheidene“ Szene über die Leinwände abspielen. Wie bei Netzer und Delling ließ er sogar das Bild nach dem Abspiel anhalten. Es fehlte jetzt nur noch, dass er per Laserpointer oder anderem technischem Gedöns die Spieler, die vom HSV allesamt im Abseits standen, noch auf der Leinwand zeigte und den Linienrichter per Luftgewehr aus dem Bild ballerte. Das war auch fast der einzige Moment, an dem es in der Halle unruhig wurde. Laute Zwischenrufe paarten sich mit Pfiffen bis die Situation endlich beendet war. Ich schämte mich letztmals derart bei der letzten Folge „Schwiegertochter gesucht“ fremd. Spiele wie in Hannover oder anderswo, wo man die Punkte leichtfertig liegen ließ wurden gar nicht erst in die Rechnung einbezogen. Aber es war sinnlos, Aki Watzke hatte sich auf diese eine Situation eingeschossen und sah in ihr die Wurzel allen Übels. Die Unruhe führte aber nicht die bei MAZ eingespielte Szene herbei, sondern das Beharren Watzkes auf sein Recht – so war zumindest meine Wahrnehmung.
Anschließend wurde es wieder ruhiger und die JHV konnte irgendwann auch bei zwei Tellern Erbsensuppe beendet werden.
Eigentlich wollte ich nur über die Unterbrechung Rauballs und das mangelhafte Auftreten Watzkes berichten, ist doch etwas länger geworden. Tut mir leid, ehrlich!
Etwas überrascht darüber, dass Sichtweisen derart differieren können, las ich dann vorhin den Artikel der Ruhr Nachrichten zur gestrigen JHV. Wir hadern also mit dem Abseitstor. Sicherlich war die Entscheidung in Frankfurt scheiße, aber so ist das halt im Fußball. Über die Schiedsrichterleistung im Heimderby 08/09 verliert doch auch keiner ein böses Wort. Die Borussia-Brille ist sicherlich gut, aber in einer Position des Hans Joachim Watzke wäre etwas mehr Objektivität sicherlich ganz angebracht. Er ist mit Reinhard Rauball der erste Repräsentant von Borussia Dortmund und darf einfach nicht so rumpoltern wie auf einem Scheunenfest im tiefsten Sauerland, wo seine doch etwas zu sehr ausgeprägte populistische Art Schweinchen Babe sicherlich zum Quieken bringt.
Der Vollständigkeit halber noch die Meldung der RN im Wortlaut:
Jahreshauptversammlung
BVB-Fans hadern mit Abseitstor
Von Jonas Müller-Töwes am 22. November 2009 18:15 UhrDORTMUND: Die Enttäuschung der BVB-Mitglieder über den verpassten Einzug in die Euro League ist noch nicht abgeklungen. Das zeigte am Sonntag die Jahreshauptversammlung. Während einige die Schuld bei Trainer und Mannschaft suchten, zeigte der Großteil der Fans jedoch Verständnis.
“Unter aller Kanone fand ich einige Wortbeiträge heute”, sagte BVB-Mitglied Marco Perz deutliche Worte. Zuvor waren in der Versammlung unter Buh-Rufen Vorwürfe einiger Fans laut geworden, Trainer Jürgen Klopp habe die Mannschaft im entscheidenden Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zu defensiv eingestellt – die Mannschaft habe sich womöglich auch nicht genug bemüht.
“Wenn jemand über jede Kritik erhaben ist, dann Jürgen Klopp”, sicherten Marco Perz und BVB-Mitglied Julian Borgböhmer dem Trainer ihre Unterstützung zu. Sie hoffen noch auf einen Euro League-Platz in der laufenden Saison – womöglich sogar auf die Champions League-Teilnahme.Schalke wird den Atem spüren
Und auch Vorstand Hans-Joachim Watzke versprach “unseren Freunden aus Gelsenkirchen”, dass sie “in dieser Saison noch unseren Atem spüren werden.”
Er hatte noch einmal – ohne der Tatsachenentscheidung allein die Schuld für den verpassten fünften Platz zu geben – auf das entscheidende Abseitstor in der 91. Minute im Spiel HSV gegen Eintracht Frankfurt hingewiesen. Watzke dazu: “Wir sind um unseren verdienten Lohn gebracht worden.”
Video gezeigt
Dieser Meinung war offensichtlich auch der Großteil der Mitgliederversammlung in der Westfalenhalle 2. Mit Gelächter und Applaus bewiesen die Fans ihren Galgenhumor, als das Tor über die Video-Leinwand flimmerte.
Watzke lobte weiter ausdrücklich die “hervorragende Saisonleistung der Mannschaft”- die Verpflichtung Jürgen Klopps sei ein “guter und wichtiger Schritt für den BVB” gewesen.110 Gegenstimmen bei Sieraus Wahl in den Wirtschaftsrat
Ungewöhnlich langwierig gestaltete sich anschließend die Wahl des Wirtschaftsrates. Während die Versammlung drei Kandidaten abnickte, strafte sie Oberbürgermeister Ullrich Sierau für das Haushaltsloch ab. Ergebnis der Wahl: 110 Gegenstimmen, 62 Enthaltungen. Als Sierau sich für das “ihm entgegengebrachte Vertrauen” bedankte, schallte Gelächter durch den Saal.
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[w+] Ich habe heute ein bisschen gegoogelt. Nach was ist egal, und wo ich folgenden Satz eines gewissen Homers gefunden habe auch, aber über die folgenden Zeilen, die i. Ü. schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, musste ich schon so ein bisschen schmunzeln.
Aber mal ernsthaft, ich würde das mit den Commandos, Infernos und Brigaden jetzt nicht so hochhängen. Es ist doch ganz normal, dass junge Fans ihren eigenen Fanclub gründen. Nehme ich mal den Treuen Süden als Beispiel, haben die doch den gleichen Weg gemacht. Ein paar Freunde, die sich aus der Schule oder so kennen, gehen zum BVB und gründen irgendwann ihren eigenen Fanclub. Und? Heute sind die aktiven Leute von denen bei TU und übernehmen wichtige Aufgaben oder brechen sich auf den Bauch oder machen sogar beides ;-) Daneben gibt es immer noch den Treuen Süden und die haben immer noch ihren kleinen Kreis.
Auf uns, Jungs!
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